[Deutsch]TEST: ViewSonic VP3881 – XXL-Curved-Monitor für Profis und Multitasker

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Mit einer Diagonale von einem knappen Meter gehört der ViewSonic VP3881 zu dem größten Monitoren für Bildbearbeitungsprofis und jene, die auf dem Weg dahin sind. Passend dazu bietet der 38-Zöller im Curved-Design jede Menge Features, z.B. HDR-10, USB-C, 4K, Multi-ViewSplit-Technik. Doch was verbirgt sich hinter den zahlreichen Superlativen und was kann man mit dem obendrein bereits ab Werk kalibrierten Monitor sonst noch so alles an anfangen?

Verblüffende Farben und ungeahnte Extras: Das bietet der ViewSonic VP3881.Foto: Michael B. Rehders

 

 

Wem ein 32-Zoll-Monitor auf dem Schreibtisch inzwischen nicht mehr ausreicht, da aufwändige Bildbearbeitung und Filmschnitt nach einem größeren Display verlangen, für den bietet ViewSonic jetzt ein Spezial-Modell im XXL-Curved-Design. Im Detail handelt es sich beim VP3881 um einen 4k-Profi-Monitor mit einer Diagonalen von 38 Zoll bzw. 96,5 Zentimetern, der trotz seiner Größe auf dem Schreibtisch nicht überdimensioniert wirkt. Dank jeder Menge Ausstattung und neuester Bildwiedergabetechnik verspricht der Hersteller eine absolut akkurate Farbwiedergabe. Um diese in der Praxis auch zu gewähren, wird jeder einzelne VP3881 vor Auslieferung individuell kalibriert. Um es deutlich zu machen: jedes Display wird individuell vermessen und auf Sollwert kalibriert, bevor er das ViewSonic-Lager verlässt. Obendrein bietet sich dem Nutzer die zusätzliche Möglichkeit die interne, hardwaregestützte Kalibrierungsfunktion zu nutzen. Ein sinnvolles Feature, so werden die Grafikkarte des Rechners und der Bildschirm optimal aufeinander abgestimmt. Auf diese Weise kann der sRGB-Standard perfekt eingehalten werden, ein standardisierter Workflow ist die Folge. Vorbildlich, so muss man sich am Ende der Produktionskette nicht über Farbabweichungen im Druck oder in Videos ärgern. Grafikern und Videoartisten bieten sich zudem noch viel weitreichendere Möglichkeiten. Aber der Reihe nach:

Sämtliche Anschlussbuchsen befinden sich auf der Rückseite des ViewSonic VP3881. Sehr gut, so bleibt die Front jederzeit schön aufgeräumt und übersichtlich. Foto: Michael B. Rehders

 

 

Schnell, bequem und sicher

Wie von ViewSonic gewohnt, gestaltet sich auch die Aufstellung dieses XXL-Displays angenehm einfach. Der VP3881 wird sicher verpackt in zwei Teilen geliefert. Im Detail handelt es sich um einen stabilen Schnellspannfuß und den 38-Zoll-Bildschirm. Für den Zusammenbau wird das Display lediglich in die Säule des Fußes eingehakt. Ein dafür vorgesehener Schnappverschluss rastet automatisch ein und stellt sicher, dass das Display fest arretiert ist und nicht herunterfällt. Die Montage dauert tatsächlich nur wenige Sekunden und der Monitor steht betriebsbereit auf dem Schreibtisch. Werkzeuge sind für diese Montage übrigens nicht notwendig. Bereits dafür gebührt der ViewSonic-Entwicklungsabteilung ein großes Kompliment. Wer nun seinen PC, Mac oder ein Notebook anschließen möchte, dem eröffnen sich diesbezüglich gleich mehrere Möglichkeiten: Die Schnittstellen DisplayPort und HDMI versprechen diesbezüglich angenehme Flexibilität. Via USB Typ-C-Anschluss verbunden, wird sogar nur eine einzige Kabelverbindung benötigt, um Bildsignale schnell zu übertragen und den Zuspieler (z.B. PC) mit Strom vom PV3881 zu versorgen. Für eine temporäre Nutzung ist das überaus praktisch, da kein zusätzlicher Netzanschluss erforderlich ist. Im Gegenteil, dient ein Notebook als Quelle, wird dieses vom ViewSonic sogar während der Arbeit aufgeladen. Das ist nicht nur sehr praktisch, sondern vermindert ganz nebenbei auch noch den Kabelsalat unter dem Schreibtisch. Die HDMI-2.0-Schnittstellen am VP3881 unterstützen zudem den Kopierschutz HDCP 2.2. Somit lässt sich der Monitor auch als 4k-Display zur Wiedergabe von DVD und Blu-ray einsetzen, was bei einer Diagonalen von 96,5 Zentimetern auch durchaus Sinn macht. Selbst brandneue 4K-Blu-rays mit HDR-Content können über den ViewSonic ausgegeben werden. Die Ausrichtung des Bildschirms ist in der Höhe individuell anpassbar. Wer seinen Schreibtisch beispielsweise in der Studentenbude vor einer Wandschräge im Dachgeschoss stehen hat, profitiert von der flexiblen Höhenverstellbarkeit des VP3881..

Der ViewSonic VP3881 kann sowohl in der Höhe eingestellt als auch gedreht und geneigt werden. Dank IPS-Panel bietet der ViewSonic einen Betrachtungswinkel von satten 178°. So können mehrere Nutzer nebeneinander sitzen, die Bildqualität bleibt für jeden Zuschauer gleich gut. Foto: Michael B. Rehders

 

 

VP3881 = Präzise Farbwiedergabe und ultrahohe Auflösung

Mit 3840 x 1600 Pixeln ist die Auflösung des VP3881 hervorragend, sie übertrifft Full-HD um Längen. Für Fotografen und Grafiker ein nicht unwesentlicher Punkt, werden die eigenen Bildwerke doch mit mehr sichtbaren Details abgebildet, was wiederum die Bearbeitung erleichtert. Das Seitenverhältnis beträgt übrigens nicht 16:9 sondern 2,40:1. Das kommt wiederum Filmproduzenten zu Gute. Bedeutet es doch nicht weniger, als dass Filme sogar im Cinemascope-Format vollständig dargestellt werden. Kino-Blockbuster können zudem ohne Letterbox-Balken (die schwarzen Balken oben und unten) reproduziert werden – vorausgesetzt die Zuspielung erfolgt vom PC. Zum Lieferumfang des 38-Zöllers gehören zudem ein paar individuelle Kalibrierungsprotokolle. Diese sollen nachweisen, inwiefern der VP3881 vor Auslieferung kalibriert wurde.l.

Um die Ergebnisse aus unserem Messlabor an dieser Stelle schon mal vorweg zu nehmen: EBU und SMPTE-C haben wir zwar nicht kontrolliert, die Farbkalibrierungsnachweise für sRGB und REC.709 stimmen allerdings tatsächlich punktgenau. Grafiker und Filmproduzenten können ihre Zuspieler auch dann am VP3881 nutzen, wenn diese die standardisierten Farbprofile wie z. B. REC.709 nicht 100 prozentig korrekt ausgeben sollten, über den ViewSonic kann dieses Manko ausgeglichen werden. In Zusammenarbeit mit X-Rite hat ViewSonic für den VP3881 diesbezüglich eine hardwareunterstützte Kalibrierungsfunktion entwickelt. Mit den Sensoren i1 Display Pro und i1 Display Pro 2 von X-Rite kann das zugespielte Bild analysiert und schließlich korrigiert werden. Die Korrekturdatei, zum Beispiel für einen PC, wird dann direkt in die Speicherbank (z. B. Kalibrierung 1) des VP3881 geschrieben. Wird dieser PC später wieder verwendet, genügt es lediglich diesen Speicher (Kalibrierung 1) anzuklicken, schon ist eine akkurate Farbwiedergabe sichergestellt. Der Kalibrierungsvorgang selbst dauert nur wenige Minuten.

Wer trotz der hervorragenden Werte noch Hand an die Farbdarstellung legen möchte, dem steht mit der Colorbration-Software eine zusätzliche Hardwarekalibrierungs-Funktion zur Verfügung. Darüber lassen sich Graustufenverlauf, Gamma und Gamut mit den Reglern des Farbmanagements im VP3881 anpassen. Foto: Michael B. Rehders

 

 

 

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